Tiergestütztes Arbeiten

Der Begriff 'tiergestützte Arbeit'Bezeichnet die Möglichkeite Tiere in der Ausführung des eigenen Aufgabengebietes zu integrireren. findet häufig nur im Zusammenhang mit der Ausführung von therapeutisch Berufen unter Zuhilfenahme von tierischen Co-Therapeuten, etwa der tiergestützten Therapie, Anwendung. Da es jedoch viele weitere Möglichkeiten gibt Tiere in das Berufsleben aktiv mit einzubinden, sollte dieser als Oberbegriff für 'Jobs mit Hunden'Synonym für tiergestützte Arbeit. verwendet werden und als Spezialisierung gegenüber dem Begriff 'tiergestützte Interaktion' betrachtet werden. 'Tiergestützte Interaktion'Summe aller aufeinanderbezogeen soziale Handlungen von Mensch und Tier.'' ist allgemeiner zu verstehen und beinhaltet alle sozialen Aktivitäten zwischen Tier und Mensch.

Weitere Begriffe, welche eine hohe Bekanntheit haben, sind 'tiergestützte Therapie'Einsatz von Tieren bei Heilberufen wie Physiontherapeuten.'' oder auch 'tiergestützte Intervention'Oberbegriff für tiergestüzte Therapien, Fördermaßnahmen und tiergetragene Therapien.. Die Verwendung der Begriffe, wie viele andere auch, ist nicht einheitlich geregelt. Wenngleich der Versuch schon öfter unternommen worden ist. (Vergleiche hierzu M. Vernooij & S. Schneider (2010): Handbuch der Tiergestützten Intervention.) Dies führt zu unterschiedlichen Erwartungshaltungen und teils auch zu Enttäuschungen bei den Kunden und Interessenten.

 

Bezeichnen wir also den Einsatz von Tieren in Heilberufen oder der Zielsetzung eine Förderung des Menschen

als tiergestützte soziale Arbeit.

 

Besuchshundeteams und tiergestütze Intervention: Ein Unterschied

 

Ein Beispiel: Ein Mensch-Hund-Team besucht zeitweise ein Altenheim. Die Bewohner unterhalten sich mit dem zweibeinigen Besucher und streicheln oder spielen mit dem vierbeinigen. Die Motivation für das Team ist es, für etwas Freude und Abwechslung zu sorgen. Nun wird dies schon oft als "tiergestützte Therapie", "Tiertherapie" oder "tiergestützte Intervention" bezeichnet. Es handelt sich jedoch hierbei um einen 'Tier-Besuchs-Dienst'Ein Beispiel für eine tiergestützte Aktivität. Tier und Haletr statten Besuche in z. Bsp. Altenpflegeheimen ab., einer tiergestützten Aktivität, keiner tiergestützten Therapie oder gar Tiertherapie. Gemäß Vernooij und Schneider wäre es zwar eine "tiergestützte Intervention" (ebd. S. 50), doch entsprechend der ursprünglichen Verwendung des Begriffes "Intervention" können auch hier falsche Erwartungen geweckt werden. Es wird in kein Verhalten und in keine Problematik bewusst und zielgerichtet eingegriffen - nicht interveniert. Was jedoch besteht ist eine Interaktion. Somit wäre diese Tätigkeit, welche den Bewohnern eine Verbesserung der Lebensqualität bringt und ihr Wohlbefinden steigert, eine tiergestützte Interaktion in Form einer 'tiergestützten Aktivität'Durchführung einer nicht beruflich orientierten Maßnahme mit Tier und Mensch. zwischen Tierhalter, Tier und weiteren Personen (und zumeist Ehrenamtlich).

 

Voraussetzungen für tiergestützte Intervention

 

Um eine tiergestützte soziale Arbeit, im speziellen einer tiergestützten Intervention, handelt es sich dann, wenn ein menschlicher Beruf oder ein Konzept Bestandteil der Tätigkeit ist. Je nach Aufgabengebiet würde es sich dann um eine 'tiergestützte Pädagogik oder Fördermaßnahme'EInsatz von Tieren bei Maßnahmen im Bereich Pädagogik oder sozioemotionalen Bereich. (z. Bsp. ein Sozialarbeiter mit Hund, welcher gezielt Aktivitäten mit den Bewohnern durchführt), 'tiergetragene Therapie'Die durchgeführte Maßnahme baut sich um das Tier auf. Ohne das Tier wäre die Maßnahme nicht durchführbar. Z. Bsp. therapeuteisches Reiten. (z. Bsp. Zielsetzung der Bewegungsförderung, welche rund um den Hund aufgebaut ist, Reittherapie) oder 'tiergestützte Therapie'Einsatz von Tieren bei Heilberufen wie Physiontherapeuten. (z. Bsp. ein Physiotherapeut, welcher ein Tier oder Therapieteam während der Therapie  mit einsetzt) handeln.