Assistenzhundeausbildung

Assistenzhunde sind speziell trainierte Hunde, welche für ihren Menschen als Unterstützer im täglichen Leben zum Einsatz kommen. Der Weg zum stabilen und sicheren Assistenzhund ist lang und kann über verschiedenste Herangehensweisen bestritten werden. Allen voran sollte die Ausbildung durchweg ohne Angst und über positive Bestärkung durchgeführt werden. Der Hund soll motiviert sein und Spaß an seiner Aufgabe haben. Da für uns die Mensch-Tier-Beziehung im Vordergrund steht, bilden wir ohne Patenfamilie direkt bei und mit dem neuem Besitzer aus. Dies ist jedoch (vorallen in der Anfangsphase) nur mit engmaschigen Kontrollen und einer engen Zusammenarbeit möglich.

 

Ausbildungsweg zum Assistenzhund:

 

Der Weg zum Assistenzhund beginnt bereits vor der Anschaffung des Hundes, nämlich mit der Bestimmung der passenden Rasse und der Auswahl eines geeigneten Individuums. Es ist sicher richtig, dass die ein oder andere Rasse mit höherer Wahrscheinlichkeit zum Assistenz- oder Therapiebegleithund geeignet ist. Doch bei manchen Mensch-Hund-Teams, bringt der best ausgebildetste Rassehund nichts, wenn der Besitzer des Tieres so überhaupt nicht mit dem Hund 'warm' wird. Andererseits gibt es nie eine Garantie, dass der ausgewählte Hund tatsächlich gut geeignet ist. 'Gut' ist auch immer als relativ zu betrachten, je nach Übernahme der Aufgabe. Ist der Vierbeiner mit seinen ca. 8 Wochen bei Ihnen eingezogen, so geht es direkt los:

  • Welpensozialisation (bis ca. 12 Lebenswoche, positives Kennenlernen verschiedenster Reize)
  • Erziehung
  • Habituierung und Sensitivierung (durch weitere Konfrotation und richtigen Umgang mit Umweltsituationen)
  • Aufbau einer sicheren Hund-/Halterbeziehung und weiteres Begleiten des Heranwachsens
  • Gesundheits-Check-up
  • Aufgabenspezifisches Training
  • Schulung des Mensches (Kynologischesgrundwissen, Lerntheorie, Kommandogabe, Kommunikation, artgerechte Auslastung uvm.)

Behindertenbegleithund

Der Behindertenbegleithund oder auch Servicehund genannt, erhält eine individuelle, auf die Bedürfnisse des beeinträchtigten Menschen abgestimmte Ausbildung. Sie können bspw. lernen die Türen zu öffnen, Gegenstände zu apportieren, beim Entkleiden helfen und vieles mehr. Neben der Schulung dieser speziellen Aufgaben erhält der Hund weiterhin von Welpenalter an eine Ausbidlung in Umweltsicherheit und Grundgehorsam.

 

Rehasozialhund/Familiensozialhund

Der Familiensozialhund ist vereinfacht gesagt ein gut sozialisierter und menschenbezogener Hund. Was ihm zum Assistenzhund macht? Zur Veranschaulichung ein Besipiel:

Ein sensibles Kind mit besonderen Förderungsbedarf zieht mit den Eltern um. Diese müssen ihren Berufen nachgehen, das Kind geht in eine neue Schule. Ein Hund kann bei Kindern tief verankerte Emotionen ansprechen und diese ausfüllen. Gerade zu heutigen Zeiten, wo so viel Druck auf den Familien lastet, ergibt sich für das Kind ein ständig präsenter Vertrauter. Es kann ihm alles erzählen ohne Angst vor Voruteilen haben zu müssen. Der Hund wird nie ungeduldig und kann sich die Zeitn nehmen. Das Kind erhält einen Ruhepool und kann eine weitere sichere Bindung eingehen. Mit Übernahme kleiner Aufgaben wächst das Selbstbewustsein und das Verantwortungsbewustsein.

Hierfür muss der Hund gut auf Umweltreize vorbereitet werden und die Bindung zwischen Hund und den Personen richtig aufgebaut werden, um die gewünschte Rolle einnehmen zu können.

 

Vor Einzug eines Assistenhundes muss sicher gestellt werden, dass das Tier artgerecht durch die Familie oder den beeinträchtigten Menschen versorgt werden kann. Es handelt sich um ein Lebewesen, welches einem Menschen sein vollstes Vertrauen schenkt und Partner ist. Es kommt der Tag, an welchem der treue Gefährte mehr Ruhe braucht. Auch hier sollte sich im Vorhinein Gedanken gemacht werden: Wünschenswert ist, dass das Tier sein ganzes Leben bei seinem Zweibeiner verbringen darf.