Assistenzhundeausbildung

Assistenzhunde sind speziell trainierte Hunde, welche für ihren Menschen als Unterstützer im täglichen Leben zum Einsatz kommen. Sie werden je nach Aufgabenübername unterschieden in Behindertenbegleithunde, wie der Servicehund, Blindenfürhund oder Gehörlosenhilfshund, oder in Warn- und Anzeigehunde, z. Bsp. für Krankeiten wie Diabetis, Epilepsie und Narkolepsie. Eine weitere Form ist der Familiensozial- bzw. Rehasozialhund.

Der Weg zum stabilen und sicheren Assistenzhund ist lang und kann über verschiedenste Herangehensweisen bestritten werden. Allen voran sollte die Ausbildung durchweg ohne Angst und über positive Bestärkung durchgeführt werden. Der Hund soll motiviert sein und Spaß an seiner Aufgabe haben. Da für uns die Mensch-Tier-Beziehung im Vordergrund steht, bilden wir ohne Patenfamilie direkt bei und mit dem neuem Besitzer aus. Dies ist jedoch (vorallen in der Anfangsphase) nur mit engmaschigen Kontrollen und einer engen Zusammenarbeit möglich.

 

Ausbildungsweg zum Assistenzhund:

 

Der Weg zum Assistenzhund beginnt bereits vor der Anschaffung des Hundes, nämlich mit der Bestimmung der passenden Rasse/Mischung und der Auswahl eines geeigneten Individuums. Es ist sicher richtig, dass die ein oder andere Rasse mit höherer Wahrscheinlichkeit zum Assistenz- oder Therapiebegleithund geeignet ist. Doch bei manchen Mensch-Hund-Teams, bringt der best ausgebildetste Hund entsprechender Rasse nichts, wenn der Besitzer des Tieres so überhaupt nicht mit dem Hund 'warm' wird. Andererseits gibt es nie eine Garantie, dass der ausgewählte Hund tatsächlich gut geeignet ist. 'Gut' ist auch immer als relativ zu betrachten, je nach Übernahme der Aufgabe. Ist der Vierbeiner mit seinen ca. 8 Wochen bei Ihnen eingezogen, so geht es direkt los:

  • Welpensozialisation (bis ca. 12 Lebenswoche, positives Kennenlernen verschiedenster Reize)
  • Erziehung
  • Habituierung und Sensitivierung (durch weitere Konfrontation und richtigen Umgang mit Umweltsituationen)
  • Aufbau einer sicheren Halter-Hund-Beziehung und weiteres Begleiten des Heranwachsens
  • Gesundheits-Check-up
  • Aufgabenspezifisches Training
  • Schulung des Mensches (Kynologischesgrundwissen, Lerntheorie, Kommandogabe, Kommunikation, artgerechte Auslastung uvm.)

Vor Einzug eines Assistenhundes muss sicher gestellt werden, dass das Tier artgerecht durch die Familie oder den beeinträchtigten Menschen versorgt werden kann. Es handelt sich um ein Lebewesen, welches einem Menschen sein vollstes Vertrauen schenkt und Partner ist. Es kommt der Tag, an welchem der treue Gefährte mehr Ruhe braucht. Auch hier sollte sich im Vorhinein Gedanken gemacht werden: Wünschenswert ist, dass das Tier sein ganzes Leben bei seinem Zweibeiner verbringen darf.